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Blog zum Thema Skifahren & Boarden

Rocker Ski – 7 Fragen und Antworten

3 Kommentare

Bereits vor 10 Jahren wurden die ersten Rocker Ski in der Freeride Szene gesichtet. Damals glichen diese breiten Skier eher Surfbrettern und wurden ausschließlich für den Einsatz abseits der Piste entwickelt.

Die Entstehung neuer Freeride Parks in Skiregionen wie  Ischgl, Mayrhofen oder Sölden hat die Rocker Modellpalette nochmals stark beeinflusst. Nun waren weitere Eigenschaften wie Laufruhe und Kantengriff gefragt. Neue Modelle wurden speziell für diese präparierten, künstlichen Parks entwickelt.

In den letzten Jahren ist die Rocker Ski Technologie gereift. Die ursprünglichen Schwächen wurden beseitigt und der Einsatzbereich Richtung präparierter Piste optimiert.

Seit 2010 werden diese neuen Modelle verstärkt vom Handel beworben und von nahezu allen Skiherstellern angeboten. Aufgrund der teils ungewohnten Form der Rocker Ski sind viele Hobbyskifahrer vorsichtig beim Annehmen der neuen Technologie.

Hier in diesem Blog werden  7 der häufigsten Fragen rund um den Rocker Ski beantwortet.

Rocker Ski – 7 Fragen und Antworten

Was sind Rocker Ski?

Rocker Ski sind im vergleich zu klassischen Carving Ski weniger vorgespannt. Charakteristisch ist die zurückverlagerte Aufbiegung bei den Schaufeln. Wodurch sich die Fläche wo der Ski auf dem Schnee aufliegt reduziert. Daraus resultieren eine Vielzahl an Vorteilen, die die Rocker Ski bieten.

fehlerverzeihender, da die Gefahr des Verkantens abnimmt
leichter zu drehen, da die Aufbiegung der Schaufeln weiter Richtung Skimitte rückt
optimaler Kantengriff, da die Skier etwas länger gefahren werden
höhere Stabilität beim Geradeauslauf,
geringerer Kraftaufwand, da die neue Vorspannung das Andrehen fördert
größerer Einsatzbereich durch einen breiteren Aufbau des Skis.

Welche Formen an Rocker Ski gibt es?

Die Allrounder für Piste & Tiefschnee:

TIP ROCKER – Die Schaufel des Skis zeigt eine zurückverlagerte Aufbiegung und hat in der Mitte und hinten eine klassische Vorspannung. Daraus resultiert ein gutes Gleitverhalten on- und offpist, hohe Stabilität im Geradeauslauf und gleichzeitig ein optimales Drehverhalten.

TIP&TAIL ROCKER – Sowohl die Schaufel als auch der Endbereich des Skis zeigt eine zurückverlagerte Aufbiegung. In der Mitte hat der Ski eine klassische Vorspannung. Durch die kürzere Kantenlänge ist der Ski noch wendiger, jedoch etwas unruhiger im Geradeauslauf.

Die Spezialisten für Tiefschnee:

FULL ROCKER „LOW“ – Zusätzlich zur zurückverlagerten Aufbiegung ist nun kaum eine Vorspannung gegeben. Nun ist der Ski noch spielerischer zu fahren, bleibt jedoch stabil bei höherem Tempo.

FULL ROCKER „MEDIUM“ – Die Aufbiegung des Skis zieht sich wie bei einem Bogen über die gesamte Skilänge. Die Aufbiegung selbst beträgt max. 9mm.

FULL ROCKER „HIGH“ – Die Aufbiegung des Skis zieht sich über die gesamte Länge. Die Aufbiegung beträgt nun mehr als 10mm.

Wann lohnt es sich einen Rocker Ski zu fahren?

Tip Rocker bzw. Tip&Tail Rocker Ski sind unserer Meinung nach die „besseren“ Allrounder. Es lohnt sich auf jeden Fall solche Ski zu fahren. Ausnahme: Carving – Puristen, die mit Vorliebe den geschnittenen Schwung auf harter Piste bevorzugen. (Slalomfahrer, Riesenslalom Fahrer).

Aufgrund der verschiedenen Rocker Modelle ist eine Beratung vor Ort empfehlenswert.

Muss ich meinen Fahrstil dem Rocker Ski anpassen?

Nein. Auch hier gilt – das Modell muss den Fahrer bzw. die Fahrerin in deren Könnensstufe unterstützen. Allgemein empfehlenswert ist eine Körperhaltung welche den Druck auf die Schaufel verstärkt. So predigen uns doch seit Frühzeiten des Skilaufs die Skilehrer „Knie und Oberkörper nach vorne“.

In welcher Länge sollen Rocker Ski gefahren werden?

Eine Längenempfehlung ist nur sehr schwer möglich, da zur Berechnung der richtigen Skilänge eine Vielzahl an Parametern notwendig sind. Grundsätzlich gilt: Tip Rocker Ski sowie Tip&Tail Rocker Ski werden ca. 5 bis 10 cm länger gefahren als bisherige klassische Carving Modelle. Full Rocker Ski können 10 bis 25 cm länger gefahren werden.

Als hilfreiches Instrument bei der Längenermittlung empfehlen wir eine Buchungsabfrage über den online Skiverleih MIETSKI COM zu starten. Die Skifinder Software liefert prompt einen exakten Modell- und Längenvorschlag.

Kann man Rocker Ski auch mieten?

Ja, mit der bevorstehenden Wintersaison 2011/2012 bieten alle Namhaften Skiverleiher Rocker Ski im Verleih Sortiment an. Die Modelle werden meistens als Neuheit in den Kategorien „PREMIUM“, „VIP“, „GOLD“ und „PLATIN“ zu Tarifen ab 110 € / Woche gelistet. Beim Skiverleih MIETSKI COM sind Rocker Ski bereits ab 19 € / Woche zu mieten, da sich hier die Preis je nach Auslastung kontinuierlich neu berechnen!

Welche Skimarken haben Rocker Ski im Sortiment?

Mit dieser Saison haben alle Skihersteller Rocker Ski im Sortiment. Wie wichtig diese Modellreihe ist zeigen die Absatzzahlen welche bei einigen Herstellern bereits 1/4 des Umsatzerlöses ausmachen.

Autor: David Wolfart

Geschäftsführender Gesellschafter der MIETSKI.COM GmbH

3 thoughts on “Rocker Ski – 7 Fragen und Antworten

  1. Pingback: Skigebiet Fügen – Hochfügen | Geheimtipp für „Wochenendurlauber“ « MIETSKI Blog

  2. Ich muss einfach einmal ein Lob dalassen, ich bin seit einiger Zeit selbst „Rockerskier“ und finde diesen Beitrag zum Thema Rockerski und Besonderheiten von Rockerski einfach top! Ich kann bei deinen 7 Fragen und Antworten sogar zum teil schmunzeln, denn einige der Besonderheiten hab ich auch sehr schnell erkannt und so manches Mal den Schnee stauben lassen.

    Kurz um toller Beitrag, ich komme gerne wieder!

  3. Pingback: Salomon Ski “X-Drive” ersetzt Modellreihe “Enduro” | MIETSKI COM

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